Tattoo Wien

Studio

Wie es zu True Canvas kam…

Ganz am Anfang steht ein Tattoo, habt ihr euch schon gedacht, oder? Max war auf der Suche nach einem Tätowierer beziehungsweise einem Tattoo Studio, er wollte etwas Außergewöhnliches, etwas das er bei den heimischen Studios nicht fand. So begann er zu zeichnen, Skizzen zu machen und je länger er sich damit beschäftigte, desto klarer war ihm, dass er um seinen Wunsch umgesetzt zu bekommen reisen würde müssen. In dieser Zeit lagen viele Zeichnungen in seinem Wohnzimmer, im Vorzimmer, im Schlafzimmer, okay – überall wo Platz war. Freunde, die zu Besuch kamen, säten den Samen und fragten, ob er schon überlegt hätte selbst zu tätowieren. Zuerst war es nur eine Idee, etwas, das er mit einem Schmunzeln abtat und dann, dann kündigte sich sein erster Sohn an und der Kunst und Deutsch Lehrer bestellte sich aus einer Laune heraus eine Tätowiermaschine, Farben und holte vom Fleischer Schweinehaut zum Üben.

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Vielleicht wisst ihr es nicht, aber Schweinehaut stinkt abartig und eine Schwangere und ein unangenehmer Geruch sind keine guten Mitbewohner, weshalb es nach den ersten paar Versuchen (unter anderem ein Natalie Portman Portrait, von dem wir leider kein Foto haben) gleich an sein eigenes Bein ging und kurze Zeit später freiwillige aus dem Freundeskreis ihre Haut zur Verfügung stellten. Schnell war klar, dass bei Max ein Talent schlummerte und Pläne wurden gemacht. Während seiner Karenz (ja, das Kind kam dann auch irgendwann zur Welt) machte er die Ausbildung beim WIFI, die Unternehmerprüfung und mietete sich dann auch schnell in einem Hinterzimmer eines Bekleidungsgeschäfts im 1. Bezirk ein. Kein richtiges Tattoo Studio, aber immerhin ein Anfang.

Was ist dann passiert? Ein Studio?

Nach einem halben Jahr fehlte ihm der Austausch mit anderen Tätowierern, in der Hoffnung von jemandem der schon länger im Geschäft war lernen zu können, machte er sich auf die Suche nach einem Studio. Die Qualität seiner Arbeiten sprach für sich und so fand er recht schnell einen Platz in der Penetration Inc. (Link), wo er für ein weiteres halbes Jahr tätowierte und viele Erfahrungen sammeln konnte.

Auf Grund eines bevorstehenden Umzugs (das zweite Kind war unterwegs und Schwangeren widerspricht man nicht) wollte seine Frau, dass er näher an ihrem neuen Zuhause arbeitete und machte es sich zum Ziel ein Geschäftslokal in der unmittelbaren Umgebung der neuen Wohnung zu finden. Dann kam DIE Gelegenheit, ein ehemaliger Friseur in der selben Gasse stand seit Jahren frei und durch Hartnäckigkeit unterschrieb er den Mietvertrag am 17.1.2018, dem Tag als sein zweiter Sohn zur Welt kam.

Ich will wissen, wie es weiter ging...

Dann wurde erstmal im alten Studio gekündigt und fleißig renoviert, 45 sanierungsbedürftige Quadratmeter wurden bearbeitet. Das Tattoo Studio war irgendwann fertig, die Auftragslage war gut, nur ein Name musste noch her. Ein T, wegen dem Namen, kurz, ins Ohr gehen sollte es, simpel sein, trotzdem einen Wiedererkennungswert haben. Die wahre Leinwand klingt doof, True Canvas schon viel besser.

Und was ist mit dem Logo?

2020 kam die Vergrößerung des Studios, es wurde langsam eng. Weitere Tätowierer schlossen sich True Canvas an, Gast Tätowierer kündigten sich an und die Gelegenheit die Nachbarwohnung dazu zu nehmen, war einfach zu verlockend. Weitere 40m2, diesmal in noch schlimmerem Zustand als der ehemalige Friseursalon, wurden zur Baustelle. Jetzt hatten wir ein großes Studio, mittlerweile zwei vielversprechende Auszubildende und immer noch kein Logo. Versuch mal einen Künstler mit Perfektionsanspruch dazu zu bekommen ein Logo zu entwickeln, mit dem er zufrieden ist. Zig Varianten, hunderte Skizzen und Versuche später, war klar es sollte eine Mischung aus dem Buchstaben T sein (erkennt ihr den Zusammenhang?) und mathematisch, oder auch sonst irgendwie darstellen, dass die Wahrheit immer in der Mitte liegt. Na, seht ihrs?

 

True Canvas